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Einwohner:
Ehrenamtlicher Bürgermeister:
Ortsbürgermeister
Briest:
Jamikow:
Passow/Wendemark:
Schönow:

1.742
Walter Henke
Abgelika Grunwald
Jörg Gerber
Silvio Moritz
Stefan Hildebrand
Im Nordwesten grenzt Passow an die Gemeinde Zichow, im Osten an das Amt Gramzow und die Stadt Schwedt/Oder. Die Ortsteile innerhalb der Gemeinde haben ihren dörflichen Charakter bewahrt. Alle Ortsteile verfügen über denkmalgeschützte Kirchen.
Die Gemeinde bietet außerdem gute Möglichkeiten für Freizeit und Erholung, so Fußballplätze in Schönow und Passow, sowie Anlagen für Reit- und Pferdesport. Im Folgenden lernen Sie die Geschichte der einzelnen Ortsteile kennen, erfahren Interessantes über Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Der kleine, nur 300 Einwohner zählende Ort Schönow, liegt im Südosten der Uckermark, weitab von pulsierenden Verkehrsadern, umsäumt von Wäldern. Ein kleiner Waldsee, die nahen Wiesen des Randowtals, sowie auch der alte Gutshof mit seinen aus Feldstein errichteten Häusern und dem wieder rekonstruierten Schloss erzeugen ein dörflich idyllisches Flair.
Ein Aufenthalt lohnt sich für Jeden und für jeden Anlass. Ob für den Wandersmann, der die Ruhe der Wälder und die Weite des Randowtales genießen möchte oder für den Abenteurer, der die Fahrt mit dem Kanu durch die Stromschnellen im polnischen Drawienski - Nationalpark genauso spannend findet wie einen 2 - Tage - Ritt mit Übernachtung in Zelten bei Lagerfeuer und Bohnensuppe.
Die Geschichte des Dorfes
Die Bruchlandschaft von Randow und Welse gehört zum nordöstlichen Teil der Uckermark. Diese an Wäldern und Seen reiche Landschaft zieht sich vom Finowtal im Süden bis nach Pasewalk im Norden hin.
Erste Besiedlungen im Niederungsland an der Oder 400 600 u.Zt. waren die Folge der großen Völkerwanderung der Slawen.
Ab 1172 wurde das Land von den Pommernherzögen, die auch das Kloster Gramzow und die Stadt Prenzlau gründeten, beherrscht. 1250 trat der Pommernherzog Barnim die Uckermark im Vertrag von Landin an die askanischen Markgrafen Johann und Otto, und damit an die Brandenburg ab. Der Ort Jamikow wurde am 05. Mai 1345 erstmals urkundlich erwähnt, als der pommersche Herzog Barnim III. dem Nonnenkloster von Stettin die Welse von der Mühle zu Jamikow bis zur Oder verlieh. Die Schreibweise in der Urkunde lautet „Januck“.
1415 wurden die Hohenzollern durch Belehnung die Herren der Mark. 1448 verzichtete Brandenburg auf die nördlichsten Orte der Mark und seitdem ist diese ein geschlossenes brandenburgisches Gebiet.
Das Kloster besaß in der näheren Umgebung zahlreiche Güter, zu denen vermutlich auch Jamikow gehörte.
Der dreißigjährige Krieg führte zu schweren Verwüstungen in der Region, allein 40 Dörfer im Kreisgebiet Angermünde waren vernichtet, Schwedt und Vierraden lagen in Asche.
Im Jahre 1661 wurde Jamikow als Ort erstmals erwähnt.
1701 mündet die Geschichte Brandenburgs in die Geschichte Preußens. Mit der Trockenlegung des Oderbruchs ab 1717 wurden Siedler u.a. aus Polen, Holland, Frankreich und Österreich angeworben. Im Verlauf der Entwicklung kam es zu einem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung der Region.
Im Siebenjährigen Krieg (1756/63) wurde die Uckermark erneut zum Kriegsschauplatz und war teilweise von den Kampfhandlungen mit schwedischen Truppen betroffen.
Nach der Niederlage Preußens durch Frankreich 1806 begannen schrittweise eingeleitete bürgerliche Reformen. Besonders bedeutsam für die Landbevölkerung war die Befreiung von der Leibeigenschaft und der Erbpacht (Oktoberedikt) durch die Stein-Hardenbergschen Reformen mit der Gesetzgebung von 1807-12.
Im Zuge der Reformen erfolgte im Jahr 1816 die Einteilung in Regierungsbezirke und nachgeordnete Kreise. Der Regierungsbezirk Potsdam hatte 13 Kreise und die Uckermark umfasste drei Kreise: Prenzlau, Templin, Angermünde.
Um die Nordgrenze des Kreises Angermünde gab es mit dem Kreis Randow im Regierungsbezirk Pommern heftige Auseinandersetzungen und einige Dörfer wechselten ihre territoriale Zugehörigkeit.
Nach dem 2. Weltkrieg, der das wirtschaftliche Leben der Region zum Erliegen brachte, wurde mit der Gebietsreform 1952 das Land Brandenburg in mehrere Bezirke gegliedert. Jamikow gehörte danach zum Kreis Angermünde im Bezirk Frankfurt/Oder.
Der strukturelle Wandel in der Landwirtschaft setzte vor allem Ende der 50er Jahre mit der Schaffung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften ein. Die Tendenz zu großen zusammenhängend bewirtschafteten Flächen und großen konzentrierten Tierhaltungen haben oftmals die landschaftlichen Gegebenheiten und dörflichen Strukturen stark verändert.
1990 wurden die Bezirke aufgelöst und die ehemaligen Länder, also auch das Land Brandenburg wiedereingeführt. Die Gliederung der Kreise blieb vorerst erhalten.
Mit der Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien wurde die bisherige Produktionsstruktur der Landwirtschaft in Frage gestellt und hatte einen erheblichen Wandel erfahren.
Die räumliche Lage
Das Dorf liegt etwa 5 km nördlich der Bundesstraße 166, die Schwedt und Prenzlau miteinander verbindet, und in der Nähe der Bahntrasse Berlin Stettin (ca. 3 km entfernt).
Das Dorf liegt auf der nördlich an das Welse-Bruch angrenzenden Hochfläche. Das Welse-Bruch verbindet die Niederungsgebiete des Randow-Bruchs und des Oder-Bruchs miteinander. Das Flüsschen Welse verläuft entlang der südlichen Gemarkungsgrenze des Dorfes und fließt in Richtung Schwedt bzw. zum Hohensaatener Friedrichsthaler Wasserkanal. Aus westlicher Richtung schließen sich die Waldgebiete des Blumenberger Forstes an, die besondere naturbezogene Qualitäten aufweisen und daher den Rang eines Landschaftsschutzgebietes haben, in dem sich ein ausgedehntes Naturschutzgebiet befindet.
Die wirtschaftliche Situation des Dorfes war in der Vergangenheit vor allem durch die Landwirtschaft geprägt, nach dem 2. Weltkrieg wurden die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften im Zusammenschluss mit den angrenzenden Dörfern gebildet.
Die Gemeinde Jamikow gehörte bisher zum Verband mehrerer Gemeinden, deren ländliches Grundzentrum Casekow war. Im Zuge der durchgeführten Verwaltungsreform ist Jamikow in den Gemeindeverband Passow integriert worden.
Mit der Umstrukturierung bzw. Auflösung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften mussten die Gemeinden eine neu wirtschaftliche Basis, Arbeitsplätze und damit Perspektiven aufbauen, um einer möglichen Landflucht und deren Folgen, auch für die baulich-räumliche Entwicklung, entgegenzuwirken.
Bekannt ist Jamikow auch durch die zahlreichen Lesungen der Buchautorin Lisa Lehmann, die Heimatgeschichten in „Ein Sommermärchen“ erzählt.
Die Kirche in Jamikow
Die Kirche, die 1856 erbaut wurde, hat ihren Platz mitten im Dorf. In den vergangenen Jahren wurden sowohl an der Friedhofsmauer als auch an der Kirche Restaurationsarbeiten ausgeführt.
Das denkmalgeschützte Gutshaus, eine spätbarocke Anlage, wurde vermutlich schon Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Für den langgestreckten eingeschossigen Bau ist das hohe, für diese Zeit typische, Mansarddach.
Bis 1945 gehörte der Besitz der Fürstenfamilie Lynar-Redern aus Görlsdorf, die einen Pächter in Jamikow eingesetzt hatte. Mit Beginn des Krieges 1945 begab sich das gesamte Dorf auf die Flucht. Ein Teil der Leute kehrten 1946 in das Dorf zurück und fing an mit den aufgesiedelten Flächen der Bodenreform zu wirtschaften. In die zahlreichen Zimmer des Gutshauses kehrte wieder Leben ein; nach dem Krieg lebten bis zu 100 Flüchtlinge dort.

Das Schönower Schloss befindet sich z.Z. in der Restauration. Es werden das Dach und die Fassade komplett erneuert. Das Schönower Schloss ist noch ohne Nutzung und sucht neue Liebhaber, die Leben in das Schloss und den Schlosspark bringen.
258 Mitglieder zählen die beiden in Schönow ansässigen Sportvereine bei nur 310 Einwohnern.
Während sich der Uckermärkische Reit- und Fahrverein Hubertus e.V. natürlich ganz dem Reitsport (Dressur und Springreiten) verschrieben hat, besitzt der 1928 gegründete und seit 1990 wieder unter dem gleichen Namen existierende Schönower Sportverein ein Sportartenspektrum von Leichtathletik und Fußball über Aerobic/Gymnastik bis zum Behindertensport.
Die von Familie Neugebauer-Wallura betreuten Bogenschützen stehen mit einer gemischten Mannschaft sogar im Spielbetrieb der 1. Bundesliga. Die Bogenschützen veranstalten neben Pokalturnieren auch einen eher exotisch anmutenden Wettbewerb der ansässigen Bogensportler - das Sommerbiathlon.
Neben dem Punktspielbetrieb in acht Fußballmannschaften verschiedener Altersklassen bietet der „Schönower Sportkalender" allein im Jahr 2001 sechs Ausdauerläufe, den Sportlerball, das traditionelle Pfingstsportfest oder das 4. Schlossparkturnier im Reitsport.
Zuerst mehr im Hintergrund entwickelte sich eine Seniorensportgruppe im Wandern sowie die Frauengruppe für Aerobic. Letztere trainiert im Gutshaus des Nachbarortes Jamikow und lockt inzwischen auch Frauen zwischen 40 und 65 Jahren aus den umliegenden Gemeinden an.
Die Sportfamilie Schönows reicht von 120 Kindern und Jugendlichen bis zum 92-jährigen Karl Schulz, der 1928 die Idee hatte, in Schönow einen Sportverein zu gründen. Dieser profitiert von einem „sportlastigen Gemeinderat", denn 4 der 7 Gemeindevertreter, darunter Bürgermeister Burkhard Woitge, sind Vereinsmitglieder. Daraus erklärt sich auch die Entstehung eines das Ortsbild immer stärker prägenden Natursportparks. 60 TDM aus dem Goldenen Plan Ost im Jahr 2000 wirkten dabei als ein zusätzlicher Schub für ein Vielfaches an Eigenleistung der Vereinsmitglieder zur Entwicklung der Natursportanlage, zu der auch ein Naturlehrpfad mit sich anschließenden Lauf- und Wanderwegen gehört.
"Pony - und Abenteuerland" in Schönow - Pferde, Spass und Abenteuer ...
Im Ferienlager "Pony - und Abenteuerland" werden Kinder mit einem non - stop - Programm rund um die Uhr betreut und im Landgasthof können sich Senioren, Familien und Alleinreisende auf ein auf sie abgestimmtes Programm freuen.
Pferde und Ponys erfreuen heutzutage Millionen Menschen jeden Alters, sei es, dass sie als Reiter, Besitzer oder auf andere Weise direkt mit den Tieren zu tun haben, oder als reine Zuschauer, die Pferde einfach schön finden, sie aber gar nicht unbedingt selber reiten möchten. Für jene Menschen, die eine enge Beziehung zu diesen herrlichen Tieren aufbauen, sind diese Partner in einer wahrhaften und ehrlichen Freundschaft - sowie das Vertrauen auf beiden Seiten gefestigt ist.
Vor fast 10 Jahren wurde die Idee geboren, mitten in Schönow auf dem ehemaligen Gutshofgelände den Pferdesport zu etablieren. Es entstand der Uckermärkische Reit- und Fahrverein Schönow e.V. "Hubertus". Der Grundgedanke war, Kinder und Jugendliche aus der Gegend im Pferdesport zu fördern. Aber auch Kinder aus Berlin und anderen Orten die ihre Ferien mit Pferden verbringen wollten, fanden hier während ihrer Ferienzeit ein zu Hause. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde am 01. März 1997, neben dem Verein, der Betrieb Pony- und Abenteuerland Randowtal gegründet.
Unter dem Motto: Pferde, Spaß und Abenteuer übernahm das Pony- und Abenteuerland die Betreuung der Ferienkinder und Schulklassen.
Ob Reiten, Kanu oder Bogenschießen - die Angebote sollen jeden ansprechen. Die Reithalle, sowie die Reit- und Koppelflächen laden nicht nur zum Reiten ein. Auch für Fußball, Zelten, Drachensteigen und vieles mehr werden die Plätze genutzt. Qualifizierte Betreuung während der Reitstunden, sowie auch die Pflege sind Grundvoraussetzungen für einen Freizeitpferdehof.
