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- Zwei Feuerwehren an einem Standort - Bürgerschaft setzt sich gegen Amt durch
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Bürgerschaft setzt sich gegen Amt durch

Jamikow/Schönow. Eine herbe Niederlage musste die Amtsverwaltung Oder-Welse einstecken. Die Gemeindevertretung Passow entschied gegen den Vorschlag des Amtes über den neuen Standort der Schönower Feuerwehr. Zuvor hatten sich Feuerwehrleute, Ortsbeirat und sogar eine neue Bürgerschaft für die von Amtsbrandmeister Alexander Trenn favorisierte Variante stark gemacht.
Die neue Feuerwehr soll mitten ins Dorfzentrum. Das steht nach einer jahrelangen Standortsuche nun fest. Zwischen den beiden Ortsteilen Schönow und Jamikow war ein Wettstreit um das gemeinsame Gerätehaus entbrannt, den Schönow aus Brandschutzgründen für sich entscheiden konnte.
Doch auch innerhalb des Dorfes gab es gleich zwei Möglichkeiten, die neue Stellhalle mit besseren Bedingungen für die Feuerwehrleute zu installieren. Während sich Ortsbeirat, Brandschützer und eine neue Bürgerschaft für einen Standort in zentraler Lage stark machten, favorisierte die Amtsverwaltung eine Lage am Ortsrand. Dagegen liefen die Betroffenen Sturm. "Ein Feuerwehrhaus kann man nicht hinterm Kuhstall in eine dunkle Ecke stellen", schimpfte Ortswehrführer Fred Kisicki. Man solle die Entscheidung den Bürgern überlassen, forderte der Schönower Gemeindevertreter Peter Krause.
Eine Stellungnahme von Amtsbrandmeister Alexander Trenn machte auf die Unfallverhütungsvorschriften aufmerksam. Trenn verwies auf Anfahrtwege, Unfallschutz und das Sicherheitsgefühl der Bürger. Außerdem sei eine Feuerwehr am Dorfrand mit ihrer teuren Technik nicht vor Einbrüchen gefeit.
Nach dem Standortbeschluss stimmte die Gemeindevertretung für die Finanzierung der neuen Stahlbauhalle in der Ortsmitte. Doch dafür fehlen noch erhebliche Mittel. Bislang stehen insgesamt erst 75 000 Euro zur Verfügung. Die Kostenschätzungen der Bauverwaltung liegen jedoch bei mindestens rund 200 000 Euro.

Quelle: www.moz.de (Donnerstag, 28. September 2006)

Zwei Feuerwehren an einem Standort

Jamikow/Schönow. Der seit Monaten andauernde Streit um einen gemeinsamen Standort der beiden Feuerwehren von Jamikow und Schönow ist zugunsten des Ortsteils Schönow ausgegangen. Wie aus einer Beschlussvorlage des Amtes Oder-Welse hervorgeht, soll das neu zu errichtende Gerätehaus auf kommunalem Grund und Boden am Ende der Kirchstraße errichtet werden. Das mehr als 4700 Quadratmeter große Areal ist nach Angaben der Amtsverwaltung für diese Nutzung ausreichend geeignet. Platz finden hier künftig Parkflächen, Feuerwehrgebäude und Freigelände für Übungen und sonstige Aktivitäten.
Sollte der Beschluss auf der Gemeindevertretersitzung von Passow gefasst werden, geht ein langer Streit um den Standort der gemeinsamen Feuerwehr zu Ende. Bislang existieren in den beiden Ortsteilen Schönow und Jamikow eigene Stellplätze für die Fahrzeuge. Allerdings lassen die Unterstellmöglichkeiten und vor allem die Bedingungen für die Wehrleute zu wünschen übrig. Ortsbürgermeister und Feuerwehrchefs verlangten jeweils ein Ende der Provisorien durch eigene Gerätehallen. In Jamikow sollte sogar ein zusätzliches Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Auf Wunsch der Gemeindevertretung erklärte man sich aber bereit, auch einer gemeinsamen Lösung zu folgen.

Quelle: www.moz.de (Mittwoch, 27. September 2006)

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