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Schönow/Jamikow. Dass in ungezwungener Gesprächsrunde beim Bier gelegentlich schwierige Lokalpolitik betrieben wird, ist kein Geheimnis. Doch die Bürgerschaft Jamikow/Schönow spricht Probleme an, die vielen Einwohnern der beiden Ortsteile unter den Nägeln brennen. Das für jedermann offene Gremium übt Basisdemokratie und drängt auf Lösungsvorschläge. Hinter vorgehaltener Hand hatte die Bürgerschaft schnell ihren Spitznamen weg. "Widerstandsgruppe" sagt der Volksmund zu der losen Vereinigung engagierter Einwohner, die in beiden Ortsteilen etwas bewegen will. Tatsächlich passiert hier etwas außerhalb von Satzungen, Tagesordnung und Amtsverwaltung. Oberstes Prinzip: Problembewältigung mit Bürgerhilfe. Genau das ist zum Beispiel beim bevorstehenden Bau des Feuerwehrhauses in Schönow gefragt. Denn der Gemeinde Passow fehlen noch Investitionsmittel für das Brandschutzvorhaben in ihrem Ortsteil. Die bislang veranschlagten 70 000 Euro reichen nicht aus. Doch Firmen und Bürger aus dem Ort haben bereits Unterstützung zugesagt. Mit Eigenleistungen, Material und Spendenmitteln wollen sie ihren Beitrag für die Freiwillige Feuerwehr leisten. Uneinigkeit herrschte allerdings über die Einzelsummen des Bauprojekts. Während die ortsansässigen Firmenchefs detaillierte Vorgaben verlangen, um in die Kasse zu greifen, sucht das Amt Oder-Welse den umgekehrten Weg und will die Höhe der Spendenbereitschaft ausloten. Die Bürgerschaft einigte sich auf eine konstruktive Lösung und beteiligt sich jetzt an der Ortsbeiratssitzung am 7. Dezember, die ausschließlich zu diesem Thema einberufen wird.
Quelle: www.moz.de Donnerstag, 30. November 2006 (20:51)