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Schönow. Als ob jemand einen Stöpsel herausgezogen hätte - so wirkt der Haussee von Schönow. Ein ärmlicher Teich verblieb in der einst ausgedehnten Wasserfläche. Seit Jahren sinkt der Pegel unaufhaltsam. Wo einst die Angler am Rande ihre Haken auswarfen, gedeiht heute prächtiges Grün. Das frühere Ufer liegt landeinwärts. Mindestens die Hälfte seiner Ausdehnung hat der Haussee im vergangenen Jahrzehnt verloren. Um schätzungsweise 1,5 Meter sackte der Wasserstand.Über die Ursache rätseln Einwohner, Gemeindevertreter und Wasseringenieure gleichermaßen. Der See verfügt über keine Zu- oder Abflüsse und liegt idyllisch am Rande des Dorfes. Ein in 850 Metern Entfernung befindlicher Trinkwasserbrunnen des Zweckverbandes Ostuckermärkische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZOWA) stand unter Verdacht des Ortsbeirates. Doch ein Gutachten des ZOWA weist die Schuld von sich. Angeblich bestehen keine Verbindungen zwischen Grundwasserschichten und Oberflächengewässern.Auch die Trockenheit des vergangenen Sommers wird inzwischen als Ursache ausgeschlossen, denn der Pegel sinkt seit mindestens zehn bis 15 Jahren unabhängig von Wetterereignissen und Regen.Während die Rätselei um die dramatische Verlandung mittlerweile zum Standardthema von Ortsbeirat und Passower Gemeindevertretung wurde, holte sich die neu gebildete Bürgerschaft Schönow/Jamikow das Thema auf den Tisch. Engagierte Einwohner wollen nicht länger mit ansehen, wie der bei Spaziergängern, Badegästen und Anglern beliebte See auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
Quelle: www.moz.de Mittwoch, 25. Oktober 2006 (07:13)