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Schönow. Noch steht nicht fest, wer den Stöpsel aus dem Haussee von Schönow zog. Doch das einst beliebte Badegewässer läuft aus. Der Wasserstand sackte in den vergangenen Jahren dramatisch. Auf Ursachensuche machte sich die Märkische Oderzeitung. Beim eigens einberufenen MOZ-Stammtisch erklärte ein Bündnis aus Experten, Bürgermeister und Einwohnern, den Haussee zu retten. Das Phänomen beschäftigt die Gemüter: Seit Jahren müssen die Anwohner mit ansehen, wie sich der See am Rande des Dorfes im Nichts auflöst. Niemand kennt bisher die Ursache. Wenn nicht schnell gehandelt wird, verflüchtigt sich das Wasser schneller als die Gemeinde reagieren kann. Als landschaftlich einmalig bezeichnen die Bürger ihren See. Hier traf sich seit Generationen die Jugend, hier badeten schon die Großeltern der heutigen Schönower. Im Winter balancierten nicht nur Kinder auf dem Eis. Spaziergänger suchten ihren Weg am Ufer entlang. "Jetzt sind kaum noch Fische drin", sagt Karl Brückhoff vom Anglerverband Angermünde, der den See seit nunmehr 40 Jahren betreut. Und die Verlandung zieht eine völlige Veränderung der Tier- und Pflanzenwelt nach sich. "Ich bin skeptisch, dass der See noch zu retten ist", schenkte Karsten Stornowski vom Wasser- und Bodenverband "Welse" den anwesenden Bürgern reinen Wein ein. Während der von MOZ-Redaktionsleiter Dietmar Rietz moderierten Podiumsrunde im Landgasthof Schönow tauschten Experten ihre Ansichten zum schwindenden Gewässer aus. Doch noch überwiegen Ratlosigkeit und Vermutungen.
Quelle: www.moz.de Donnerstag, 14. Dezember 2006 (21:01)