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2. Schönower Schloßkonzert
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Historie

Samstag, 17.9.2005 – 19.00 Uhr im Schönower Schlosspark
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) - Text von F.W. Weiskern und J.Heinrich Müller ,
Handlung

Die Schäferin Bastienne und ihr Bastien sind ein glückliches Paar. Doch die Idylle trübt sich, als Bastienne den Verdacht hegt, ihr Geliebter zeige sich gegenüber den Reizen eines adeligen Fräuleins nicht unempfänglich. Sie bittet den weisen Colas um Rat, wie sie Bastien wieder ganz für sich gewinnen könne. Colas ermutigt sie, es Bastien mit gleicher Münze heimzuzahlen und somit seine Liebe zu ihr neu zu entfachen. Also erzählt Colas dem Heißsporn Bastien von einem angeblichen Geliebten seiner Schäferin. Mit viel Geschick und Witz lenkt der geheimnisvolle Colas die Pfade der Liebenden, die im Grunde ihres Herzens eigentlich nur eins wollen: nämlich das Glück, das sie einst miteinander erlebt haben, wiederfinden. Mozarts Vertonung des bekannten Stoffs einer Parodie auf Rousseaus „Le Devin du village“ (1752) geht vermutlich auf das Jahr 1768 zurück, ist also eine Arbeit des 12-jährigen „Wunderkindes“. Zur Uraufführung wurde „Bastien und Bastienne“ wahrscheinlich von einer Amateurbühne gebracht; die erste belegte Aufführung dieses bezaubernden musikalischen Kammerspiels war 1890 in Berlin. Der Begriff „Singspiel“, der später auf weitere Werke des Komponisten zutrifft, findet in diesem Frühwerk Mozarts zum ersten Mal seine Anwendung.

Präsentiert von der Musik - und Kunstschule J.A.P. Schulz Schwedt/Oder
Mitwirkende
- Tolle Kulisse mit 120 Zuhörern , Super Ausleuchtung des Schlosses durch die Uckermärkischen Bühnen , Prima Versorgung durch den Schönower Sportverein , Excellente Akustik der Firma Wiebeck aus Schwedt , viele fleißigen Helfer der Feuerwehr und des Schönower Ortsbeirates und mit Herrn Jens Köppen (seit 18.9.2005 Mitglied des Deutschen Bundestages) einen engagierten Schirmherren -
Carolin Wallura (Sopran) , Hannes Schauer (Tenor) vlnr, Frank Kellner (Bass) sowie Elena Wilke (Klavier)
Das Gesangstrio Carolin Wallura, Frank Kellner und Hannes Schauer bei der Uraufführung vor dem Schönower Schloß
Artikel in der MOZ Schwedt am 21.9.2005 - Von Janet Neiser (www.moz.de)

Schwedt (GMD) Süße Eifersüchteleien zweier Liebender, ein bisschen Frust und ganz viel Lust, das ist das Rezept des Singspiels "Bastien und Bastienne" von Wolfgang Amadeus Mozart. Und dies sind genau die Zutaten, die auch die Zuschauer in der Musik- und Kunstschule Schwedt am Montagabend serviert bekamen, als das kleine Meisterwerk Premiere hatte. "Bravo, Bravo!" hallt es nach 45 Minuten durch den großen Saal der Musik- und Kunstschule. Der Applaus will nicht enden. Das Publikum möchte mehr vom Zauber und Charme, den die drei Hauptdarsteller mit Stimme und Bühnenpräsenz versprüht haben. Und das Publikum bekommt mehr von Bastienne, Bastien und Colas, die im wahren Leben Carolin Wallura, Hannes Schauer und Frank Kellner heißen." Am besten hat mir gefallen, dass sie am Ende zusammengekommen sind", freut sich die elfjährige Sandra. Ganz gespannt verfolgte sie noch kurz zuvor das Treiben der jungen Schäferin und ihres abgöttisch Geliebten, der sich den Reizen adliger Frauen gegenüber nicht unempfänglich zeigt. Aber langsam. Die zwei Liebenden finden tatsächlich zueinander, so viel sei verraten. Doch bis dahin ist es ein schwieriger und nicht immer erfreulicher Weg." Um einen Untreuen zurechtzubiegen, muss man selbst ein wenig flatterhaft sein", rät der geheimnisvolle stimmgewaltige Colas der Unglücklichen. Und kurz darauf erfährt Heißsporn Bastien von einem angeblichen Geliebten seiner Bastienne. Außer sich vor Wut, droht er sogar, sich das Leben zu nehmen, was seine Bastienne allerdings kalt lässt - anfangs jedenfalls. "Etwa ein Jahr und zwei Monate haben wir geprobt", erzählt die überglückliche und zufriedene Carolin Wallura (aus Schönow) nach der Premiere. Schon die Uraufführung in Schönow habe wunderbar geklappt. "Da hatten wir allerdings nur das Klavier dabei", sagt sie. Doch auch das Zusammenspiel mit vier Violinen und zwei Celli stellte für die drei überzeugenden Sänger kein Problem dar. Instrumente, Stimmen und Bewegungen auf der schlicht, aber ausreichend ausgestatteten Bühne verschmolzen miteinander, trieben und bremsten sich und gaben sich Halt. Immer so sanft oder so intensiv, dass der Zuhörer sich nicht quälen musste, den Text und damit die Geschichte zu verfolgen. "Die Arien sind alle in Originalfassung", erklärt Musikschulleiter Volker Rehberg, der "Bastien und Bastienne" für die Musikschüler inszeniert hat. Nur die Dialoge dazwischen hätten sie alle gemeinsam ein wenig abgeändert, zeitgemäßer gemacht, so dass auch Elfjährige wie Sandra das Singspiel verstehen können. Der eigentliche Text, den Mozart hier vertont hat, ist übrigens eine Parodie auf das Stück "Der Wahrsager des Dorfes" (1752) des großen Philosophen Jean-Jacques Rousseau. Und ein bisschen Wahrsagerei spielt auch bei Bastien und Bastienne eine Rolle. Anlass zur Einstudierung der Komischen Oper war nach Aussagen des Musikschulleiters der 250. Geburtstag des Meisterkomponisten am 27. Januar des nächsten Jahres, des Mozart-Jahres. Deshalb werde das Singspiel laut Rehberg einen Tag zuvor im Schwedter Berlischky-Pavillon aufgeführt. Zuvor verzaubern Bastienne, Bastien und Colas allerdings noch viermal ihr Publikum in der Musik- und Kunstschule.

Samstag, 17.9.2005 – 19.00 Uhr - 120 Zuhörer - „ Singspiel im Schönower Schlosspark “
(Foto: Janet Neiser / MOZ)

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